Reittherapie

Reittherapie ist geeignet für alle Menschen, die unter seelischen und /oder körperlichen Belastungen leiden und etwas an ihrer Situation verbessern möchten.

 


 

Das Pferd ist hier ein idealer Partner, da es zum einen sanft, neugierig, verspielt und dem Menschen sehr zugewandt ist. Zum anderen verkörpert es Werte wie Schönheit, Eleganz, Wildheit, Schnelligkeit, Freiheit. Durch seine Größe und Statur ist es geeignet, auf ihm zu reiten, und gerade diese Erfahrung, getragen zu werden, hat einen großen therapeutischen Effekt. Loslassen, sich tragen lassen, sich schaukeln lassen wie einst im Mutterleib - dies hat eine große heilsame Wirkung.

 


Foto: René Ruis
 

Mensch und Tier haben eine gemeinsame stammesgeschichtliche Entwicklung und gerade zu den Pferden gibt es seit über 5.000 Jahren einen engen Verbund. Aufgrund ihrer großen Feinfühligkeit und Zugewandtheit gegenüber den Menschen werden sie auch "Delphine der Weide" genannt. Es ist in unseren Breitengraden natürlich leichter, mit Pferden zu arbeiten, als mit Delphinen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Berühren und Streicheln eines Tieres, so auch eines Pferdes, eine Oxytocin-Ausschüttung bewirkt. Dieses körpereigene Hormon führt zu Entspannung, hebt die Stimmung und baut Ängste und Stress ab. Aber auch die Pferde genießen die Berührung. Nachgewiesenermaßen beruhigt sie das Streicheln und senkt ihre Pulsfrequenz.
 


Foto: Luzia Brunner

 

Über die heilsame Wirkung der Begegnung zwischen Mensch und Pferd wurde bereits seit gut 2.000 Jahren berichtet. Xenophon schreibt 400 v. Chr. über die "heilende Wirkung des Reitens" und in Schriften des Hippokrates finden wir Begriffe wie "heilsamer Rhythmus" und "Wachsen des Selbstwertgefühls".

Reittherapie bei psychischen Störungen oder Belastungen findet vor allem Anwendung in den Bereichen
Depression
Burnout
Postraumatische Belastungssituation
Angst- und Panikstörungen
Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizit (ADHS)
Autismus


Foto: Paula

Gerade auch bei Kindern und Jugendlichen zeigt die Reittherapie einen guten Erfolg. Das Pferd hat einen hohen Aufforderungscharakter, ohne dabei aber aufdringlich zu sein. Es spiegelt ganz unmittelbar seine Befindlichkeit und verändert sein Verhalten sofort, wenn sein Gegenüber seines korrigiert. Diese Erfahrungen laufen nicht über den Intellekt, sondern werden emotional verankert und können so in den Alltag übertragen werden. Ebenso können gute Erfahrungen mit dem Pferd ungünstige Beziehungsmuster positiv beeinflussen, so dass auch Kinder und Jugendliche mit sozialen Problemen profitieren.

 


Foto: René Ruis

Ich bin geprüfte Reittherapeutin und in einer psychiatrischen Reha-Klinik tätig.
Reittherapie-Stunden biete ich auf Anfrage im Raum Landsberg am Lech an, ebenso in Verbindung mit Gesprächstherapie.